Gulfhöfe
Nach den Kirchen erbauten die ostfriesischen Häuplinge im 14. Jahrhundert, die ersten Steinhäuser und später zahlreiche Burgen. Sie dienten der Darstellung ihrer Macht. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen boten sie der Bevölkerung Schutz.
Die Gulfhöfe in der heutigen Form entstanden gegen Ende des 17. Jahrhunderts.
Der Wohn- und der Wirtschaftsteil sind unter einem Dach untergebracht. Das tief heruntergezogene Scheunendach liegt mit seinem Hauptgewicht auf den gemauerten Außenwänden. Die Längsbalken der Dachkonstruktion sind in der Giebelwand und der Wand zwischen Wohn- und Wirtschaftsteil mit eisernen Mauerankern befestigt und liegen auf Ständern (oft aus Eiche) auf.
Die sogenannten "Maueranker" sind manchmal kunstvoll geschmiedet. Oft zeigen sie die Jahreszahl der Erbauung des Gebäudes.
Kleinerer Gulfhof in Wolthusen, Emden
Gulfhöfe, die noch das alte Ständerwerk aufweisen, stehen heute zum größten Teil unter Denkmalschutz.
Grundriss eines Gulfhofes
Gulfhof in Wolthusen, mit alten Schiebefenstern
Gulfhof mit Mauerankern an der Giebelfront
Ständerwerk in einer Scheune
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