Pflanzenheilkunde im Überblick

Ginseng - AbbildungHeutzutage werden von der Pharmaindustrie viele "Allheilmittel" auf pflanzlicher Basis angeboten. Ein großer Teil bedient dem ernährungsphysiologischen Bedarf in Form von Diätmitteln (z.B. Apfelessig-extrakt), bei denen die gewollte Wirkung sehr umstritten ist. Aber welche Mittel als Medizin oder zur Unterstützung der Heilung wirklich interessant sind, soll hier jetzt erklärt werden.

1. Ginseng

In einer Forschung, bei der das reine Ginseng extrahiert und getestet wurde, kam heraus, dass Ginseng den Körper gegen Infekte widerstandsfähiger macht und hilft, Krankheiten, Müdigkeit und Schwächezustände schneller zu überwinden. Es ist also eine Art "Abhärtungsmittel".
Zu beachten bleibt, dass auch pflanzliche Mittel zu Nebenwirkungen führen können, wenn sie überdosiert werden (Tagesdosis von Ginsengextrakt ca. 200-400 Milligramm). Größere Mengen können zu einer Übererregbarkeit führen, was Schlaflosigkeit und Nervosität zur Folge hätte.

2. Knoblauch

Knoblauch hat vor allem eine Wirkung gegen Bakterien und Pilze. Außerdem senkt sie ferner nachweislich die Blutfettwerte. Also kann Knoblauch gegen Arteriosklerose vorbeugen. Allerdings ist frischer Knoblauch nicht bedenkenlos gegen ein Fertigprodukt zu ersetzten. Es ist erwiesen, dass sehr viele Fertigprodukte in Form von Kapseln, Tabletten, Dragees usw. völlig verschiedene Inhaltsstoffe aufweisen, die nicht der Wirkung von frischem Knoblauch entsprechen.

3. Nachtkerzenöl

Nachtkerzenöl hat eine juckreizmildernde Wirkung, es glättet die Haut und unterstützt bei Erkrankungen wie z.B. Neurodermitis. In der Schwangerschaft eingenommen, wird die Nahrung des Ungeborenen angereichert und verhilft eventuell zu einer niedrigeren Allergieneigung des Kindes. Es kann durch den Haupinhaltstoff Gamma-Linolensäure das Immunsystem unterstützen.

4. Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Bis zur Entdeckung des Penicillins und anderer Antibiotika wurde Teebaumöl als Standartantiseptikum bei Operationen eingesetzt. Die Aborigines heilten früher damit offene Wunden und Verletzungen. Es hat eine bakterien- und pilztötende Wirkung (als Antiseptikum verwendet man Melaleuca alternifolia in einer Konzentration von 5-10 %). Ferner wird das Mittel gegen Akne und einer Vielzahl von innerlichen und äußerlichen Entzündungen eingesetzt. Allerdings steht dieses Mittel in seiner Forschung noch ziemlich am Anfang, deshalb gibt es in Deutschland auch noch kein registriertes Arzneimittel mit dem Öl des Teebaums).

5. Echinacea (Sonnenhut)

5. Echinacea (Sonnenhut) Echinacea hilft bei akuten und chronischen Infekten der Atemwege, der Harnwege, bei Pilzinfektionen, bei schlecht heilenden Wunden, sowie bei verschiedenen Hauterkrankungen. Erforderlich für den sicheren Erfolg ist eine Tagesdosis von 6-9 Milliliter Preßsaft Echinacea purpurea).
Außerdem ist nachgewiesen, dass Sonnenhut auch das weiße Blutbild bei Krebspatienten nach einer Strahlenbehandlung verbessert.

6. Viscum (Mistel)

Mistel war das Heilkraut keltischer Priester. Heute wird sie als Mittel in der alternativen Krebsmedizin angewandt. Nachgewiesen ist bisher, dass Mistel die Abwehrzellen anregt, die ihrerseits gegen Tumorzellen vorgehen. Es wird in der Homöopathie, sowie in der Anthroposophie jeweils in verschiedenen Konzentrationen und verschiedenen Anwendungsgebieten akzeptiert. Im Rahmen der allg. Pflanzenheilkunde wird Mistelextrakt bei degenerativ-entzündlichen Gelenkserkrankungen verabreicht. Darauf reagiert das Immunsystem mit erhöhter Aktivität.

Katrin Rah, Greetsiel

Ostfriesische Orte

Google

In Partnerschaft mit Amazon.de
Suchen nach: