Das Schiff wurde plötzlich erfasst, emporgehoben, niedergetaucht und wieder mit einem Ruck aufgehoben, herumgewirbelt und dann in die Tiefe hinabgestampft. 
Ein grässlicher Nothschrei ertönte vom Deck, vierzig wettergebräunte Seeleute, fast alle Emder Söhne, sollten hier im Angesicht ihrer Vaterstadt, im Angesicht ihrer am Kai stehenden Eltern und Geschwister so jämmerlich zu Grunde gehen!?
"Wo ist die Barge?" rief man am Ufer, aber der Hafenschließer wies in den Delft auf das von ihm dort angeschlossen gehaltene Wachtboot, und sagte kalt und fühllos: 
" Die Barge bleibt hier, es wäre nutzlos, sie ausgehen zu lassen; auch hat Elfert Gießberts es nicht besser verdient, als ihm jetzt geschenkt wird da draußen!"
Denn der so benannte Capitain des Schiffes, das da außen eben unterging, war der erklärte Feind des Schließers, und der Schließer kannte nicht das Wort der heiligen Schrift:"  Liebet eure Feinde", sondern wusste nur von dem Wort: " Auge um Auge, Zahn um Zahn." Und obgleich der Schließer Nachricht davon hatte, dass sein eigener Sohn an Bord des Kauffahrers sein, so war doch der Hass gegen den Capitain in seinem Herzen so groß, dass er keine Hand zur Rettung der Mannschaft aussetzte. 
Und als man ihn gezwungen hatte, den Schlüssel herzugeben, da war es längst zu spät. 


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