| Ostfriesland in der
Römerzeit Bericht von Plinius, römischer Naturgelehrter (50 n. Chr.) "Der Ozean dringt dort, unermeßlich weil ausgedehnt, zweimal im Zwischenraum eines Tages und einer Nacht in gewaltigem Ansturm heran. Man kann im Zweifel sein, ob man hier Land oder einen Teil des Meeres vor sich hat. |
![]() zwischen Weser und Ems zur Römerzeit |
| Dort
bewohnt ein beklagenswertes
Volk hohe Erdhügel, die nach der Erfahrung, wie hoch die Flut steigt, mit
den Händen aufgeworfen sind. In den darauf erbauten Hütten gleichen sie Seefahrern, wenn das Meer das Land umher bedeckt, und Schiffbrüchigen, wenn es zurückgewichen ist. Um die Hütten herum fangen sie Fische, die mit dem Wasser zurückfließen. |
Es ist Ihnen nicht vergönnt, wie ihre Nachbarn Vieh zu halten und sich von Milch zu ernähren. Nicht einmal mit wilden Tieren können sie kämpfen, da alles Gebüsch fehlt. Aus Schilf und Sumpfgras flechten sie Stricke für die Fischnetze.
(aus: Bilder aus Ostfrieslands Geschichte, Albrecht Saathoff, 1952) |
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Karte v. Ubbo Emmius |