| Siedlungsformen in Ostfriesland
Wenn Besucher durch das ostfriesische Marschland fahren, bemerken sie die Anhöhen (Warfen) der Dörfer und oft wuchtige Backsteinkirchen, die sich über dem sonst "platten" Land erheben. Es sind aufgeschwemmte Hügel, die ähnlich wie Inseln früher ganz oder zeitweise vom Wasser umspült wurden. Die ersten Menschen siedelten sich wahrscheinlich noch vor der ersten Völkerwanderung dort an. Sie bauten ihre Höfe aus Lehm um einen freien Platz in der Mitte wie Wagenburgen, um dort während feindlicher Überfälle und bei Sturmfluten ihr Vieh zusammenzutreiben und zu schützen. ![]() Im Zuge der weiteren Besiedelung wurden Warfen von den Menschen aufgeschüttet. Als jedoch die Dünenkette, die das Land vor Wassereinbrüchen schützte, langsam von Wind und Meer abgetragen wurde, gab es nicht mehr genug Ackerland, das mindestens drei Monate im Jahr nicht überflutet wurde. So wurden die ersten Erdwälle, Deiche, vor ca. 1200 Jahren gebaut. Ungefähr um diese Zeit wurde die Bevölkerung von Missionaren christianisiert. |
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